Die Littauer Kirche

Die Stiftung der Kirche von Littau durch Katharina von Littau geht auf das Jahr 1178 zurück. An der Stelle der früheren Stammburg der «Edlen von Littau» wurde eine Kapelle errichtet.

 

Die Stiftungsurkunde von 1178 ist in dreifacher Hinsicht bemerkenswert:

  1. Die Urkunde wurde von den ersten uns bekannten Vertretern der Ritterfamilie von Littau, nämlich Heinrich I. und Notker I. unterzeichnet.
  2. In diesem Dokument erscheint erstmals der Name LITOWO.
  3. Erstmals tauchen auch die beiden Höfe Ruopigen und Staffeln auf.

 

Die Pfarrei Littau gehörte als Tochterkirche zur uralten Pfarrei Luzern. Mit der bischöflichen Errichtungsurkunde vom 2. Juni 1871 wurde Littau zur selbstständigen Pfarrei erhoben mit Kaplan Jakob Bühler als erstem Pfarrer. Die Pfarrei Littau hatte insgesamt sechs Pfarrer, der letzte Pfarrer war Melchior Käppeli von 1973-2004.

 

Am 21. Februar 1892 wurde die katholische Pfarrei Reussbühl von Littau abgetrennt.

In acht Bauetappen seit dem 10. oder 11. Jahrhundert veränderte sich das Aussehen der Kirche ständig. Die immer zahlreicher werdende Gemeinde Littau liess schon im ausgehenden 19. Jahrhundert die Diskussion nach einem Neubau der Kirche aufkommen.

 

Nach 1915 verfiel die Kirche immer mehr, so dass sich die Frage nach einem Neubau nicht mehr aufhalten liess. 1938 wurde die alte Kirche abgerissen.